20.10.2009

Gut vernetzte »Einzeltäter«

Seit vor einem knappen Vierteljahrhundert, am 26. September 1980, die von einem Rechtsextremisten gelegte Bombe auf dem Münchner Oktoberfest explodierte, 13 Menschen in den Tod riss und über 200 schwer verletzte, verging kaum ein Jahr, in dem es nicht zu neofaschistischen Anschlägen und Morden kam.

Immer wieder wurden Sprengstoff und Materialien zum Bombenbau in einschlägigen Kreisen gefunden. Meist hieß es danach in offiziellen Verlautbarungen, da seien »Einzeltäter« am Werk gewesen.

Querverbindungen, beim Oktoberfest-Attentäter Gundolf Köhler damals zur »Wehrsportgruppe Hoffmann«, bei anderen Neonazi-Terroristen immer wieder zur NPD und anderen Organisationen der rechtsextremen Szene, wurden so gut wie nie genauer untersucht.

Die braunen Bombenbastler und Sprengstoffattentäter, die in der 80er- und 90er-Jahren in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gefasst wurden, das Umfeld der »Kameradschaft Süd« des Neonazis Martin Wiese, der 2003 auf die Grundsteinlegungsfeier für das neue jüdische Gemeindezentrum in München einen Bombenschlag verüben wollte: alles »Einzeltäter«. Aber gut vernetzt ...


Gut vernetzte »Einzeltäter« - Foto: R. Geisheimer/attenzione
Eine Kampagne der VVN-BdA
© Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten